Über Taekwondo

Über Taekwondo

  Was heißt Taekwondo?
 Was ist Taekwondo?
 Ziele des Taekwondo
 Lerninhalte
 Graduierungssystem
 Der Wettkampf (Kyorugi)

 

Was heißt Taekwondo?
TAE bedeutet springen oder mit dem Fuß treten
KWON die Faust
DO ist der (Lebens-) Weg, auf dem man sein Ziel erreicht, sowohl körperlich als auch geistig.

 

Was ist Taekwondo? Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst mit einer über 2000 Jahre alten Geschichte. Ihre Hochblüte erreichte diese Kampfkunst im sechsten Jh. nach Christus. Damals war Taekwondo einer kleinen Gruppe von gesellschaftlich hochstehenden Personen vorbehalten (meist Söhne hochrangiger Krieger und Adeliger). Diese Gruppe nannte sich Hwa Rang Do. Ziel dieser Bewegung war es, eine militärische Elitetruppe zu bilden, welche aber nicht nur die Kriegskunst perfektionierte sondern auch nach einem strengen Ehrenkodex lebte. Aus diesem Kodex entstanden die unten angeführten Ziele des Taekwondo.

Später wurde die Kunst des Faust und Fußkampfes auch der einfachen Bevölkerung zugänglich gemacht, und Taekwondo entwickelte sich zu einem Nationalsport. Der Name Taekwondo wurde erst 1955 eingeführt, nachdem sich die größten Taekwondo Schulen zu einem Verband zusammengeschlossen hatten. Heute ist das Kukkiwon (Taekwondo Headquarters) in Seoul - Südkorea die Zentrale der WTF (World Taekwondo Federation).

 

Taekwondo wurde nachdem es in den Jahren 1988 (Seoul/Korea) und 1992 (Barcelona) bereits Vorführbewerb war, im Jahr 2000 in Sydney in den Rang einer olympischen Disziplin erhoben.

Bei den olympischen Spielen in den Jahren 2000 und 2004 waren auch österreichische Teilnehmer (zuletzt Nevena Lukic und Tuncay Caliskan) im Einsatz, beide kamen jedoch leider nicht in die Medaillenränge.

Da Taekwondo auch ursprünglich die Möglichkeit bieten sollte, sich unbewaffnet gegen berittene Soldaten zu Verteidigen, unterscheidet es sich von anderen Kampfkunst- bzw Kampfsport-Systemen durch den vorrangigen Einsatz der Beine. Wobei die Beintechniken auch sehr oft im Sprung ausgeführt werden.

 

Ziele des Taekwondo
  • Höflichkeit
  • Integrität
  • Durchhaltevermögen
  • Selbstdisziplin
  • Unbezwinglichkeit
Wie aus diesen Zielsetzungen zu erkennen ist, besteht Taekwondo nicht nur aus dem Erlernen eines Kampfsportes, vielmehr handelt es sich um eine Kampfkunst, welche auch der Persönlichkeits- und Charakterschulung dient.

 

Lerninhalte Unterrichtet werden die Schüler je nach Alter und Graduierung in folgenden Bereichen:
  • Kibon (Grundtechniken)
  • Poomse (Formenlauf, vorgegebene Bewegungsmuster)
  • Hanbon kyorugi (Einschrittkampf, vorgegebene Partnerübungen)
  • Kyorugi (freier Kampf nach bestimmten Regeln)
  • Ho shin sul (Selbstverteidigung)

Zu den Disziplinen des Taekwondo zählt außerdem noch Kyokpa (Bruchtest). Dieser dient dazu, festzustellen ob eine Technik kraftvoll und präzise ausgeführt wird.

 

Graduierungssystem Beim Taekwondo gibt es wie in fast jeder Kampfsportart ein Graduierungssystem. Insgesamt gibt es zehn verschiedene Schülergraduierungen - sie werden als Kup bezeichnet - angefangen beim 10. Kup für Anfänger (erster gelber Gürtel) bis zum 1. Kup, dem zweiten Roten Gürtel. Es gibt fünf verschiedene Gürtelfarben für Schüler: Gelb (10. + 9. Kup), Grün (8. + 7. Kup), Blau (6. + 5. Kup), Braun (4. + 3. Kup) sowie Rot (2. + 1. Kup).

Neben den zehn Schülergraden gibt es auch zehn Meistergrade, die als Dan bezeichnet werden. Hier ist die Reihenfolge genau umgekehrt: Der 1. Dan ist der erste Meistergrad, der 10. der letzte (das Tragen eines 10. Dans obliegt aber nur dem amtsinhabenden Präsidenten der World Taekwondo Federation).

Durch Prüfungen, die mehrmals pro Jahr im Verein abgehalten werden, kann der nächste Kup erreicht werden.

 

Der Wettkampf (Kyorugi) Kyorugi ist ein Freikampf, bei dem die erlernten Techniken durch klar definierte Regeln gegen einen Gegner angewendet werden können. Das Ziel eines Freikampfes ist den Gegner durch technische Überlegenheit zu besiegen, das bedeutet einen Gewinn nach Punkten. Da Taekwondo eine Vollkontaktkampfsportart ist, ist auch ein Sieg durch KO möglich.

Während des Kampfes sind zur Sicherheit eine Schutzweste (entweder Rot oder Blau), Unterarm- sowie Schienbeinschützer, ein Kopfschutz und ein Tiefschutz sowie künftig auch ein Zahnschutz verpflichtend zu tragen.

 

Um ein faires Ergebnis zu gewährleisten, sind pro Kampf je drei Punkterichter (P 1-3) eingeteilt, die mittels Computer etwaige Treffer bewerten. Dazu gibt es einen Kampfleiter (Referee), der die Aufgabe hat den Kampf zu unterbrechen, einen hart getroffenen Gegner anzuzählen (das gibt einen Zusatzpunkt) oder auszuzählen, bzw. bei Punktegleichstand den Sieger zu bestimmen.

Die Wettkampffläche ist 12 * 12 Meter groß (144 Quadratmeter), bei Verlassen der Kampffläche muss der Kampf vom Kampfleiter unterbrochen werden.

 

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